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Über den Dodekalitten

 
 

In einem Feld auf Lolland mit Blick auf die Gewässer von Småland entsteht ein Denkmal, das Skulptur und Musik in einer Landschaft voller Geschichte zu einem einzigartigen Gesamterlebnis vereint.

Der Dodekalit (griechisch: Zwölf Steine) besteht aus 12 Steinstützen, die jeweils 7-9 m hoch sind und jeweils 25-45 Tonnen wiegen, wobei die oberen 2 m wie Köpfe ausgehaut sind, die alle in einem Kreis mit 40 m Durchmesser zur Mitte zeigen.

Unter einem Kreis aus Sitzsteinen ist ein 12-Kanal-Soundsystem eingebaut, und dieses ermöglicht der räumlichen elektroakustischen Musik, das ganze Jahr über täglich während der hellen Stunden des Tages im Kreis zu erklingen.

 
 

DIE KÜNSTLER ÜBER DEN DODEKALIT

 

Die 12 Steinfiguren werden hergestellt von
Bildhauer Thomas Kadziola:

"Figuren bis zu 9 Metern würden grotesk wirken, wenn sie eine klaren Gesichtsausdruck wie ein Lächeln bekommen würden. Gleichzeitig müssen sie einen intimen Ausdruck haben, um nicht faschistoide zu erscheinen. Je größer der Kopf wird, umso weniger Wirkemittel und umgekehrt. Für mich liegt der Ausdruck Persönlichkeit in der Abstraktion, und es ist unglaublich, dass eine Figur durch Abstraktion beschrieben werden kann.
Um während der gesamten Arbeitsjahre eine Konzentration und Bedeutung aufrechtzuerhalten, ist es notwendig, eine persönliche Beziehung zu der von mir geleisteten Arbeit zu haben. Auf diese Weise wird die Arbeit widerspiegeln, wo ich mich im Leben befand, als die Figur erschaffen wurde. Der Privatsektor wird persönlich und damit universell gemacht. Wenn alle 12 Charaktere fertig sind, werden sie hoffentlich das gelebte Leben widerspiegeln, in dem sich andere wiedererkennen werden. Meine Hoffnung ist, dass das fertige Dodekalit als eine Art Zodiak des Lebens stehen wird. Die zwölf Einsichten des Lebens."

 
 
 

Das Gesamtwerk Kadziola:

"Der Gedanke der Musik in DODEKALITTEN entstand als eine Idee. Ich hatte keine konkrete Vorstellung davon, wie die Musik klingen sollte, sie sollte aber eine zusätzliche Dimension der Arbeit sein, ein gleichberechtigter Teil.

Als ich Waynes Musik zum ersten Mal hörte, öffnete sich DODEKALITTEN aufs Neue. Sie hatte einen neuen Charakter bekommen. Die Musik wird nicht nur im Geiste des Ortes und der Arbeit gemacht. Sie bringt alles zum Vibrieren, sie erzählt neue Kapitel derselben Geschichte.

Mit zehn Steinen wurde DODEKALITTEN zu einem Freilicht-Tempel. Mit der Musik bekam es ein transparentes Dach. Wenn Sie sich in die Mitte stellen, hören Sie alles, worüber die Leute flüstern."

 
 
 

Lyt til et uddrag af musikken ledsaget af billeder fra Dodekalitten

 
 
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MUSIKKEN ”SOLKREDS” KOMPONERET AF 
WAYNE SIEGEL:

Solkreds er en permanent lydinstallation skabt til Dodekalitten. Der er snarere tale om et system end om et stykke musik i traditionel forstand. Solkreds skabes løbende af et computerprogram og danner gradvist skiftende lydkulisser til skulpturerne. Stemningen kan være alt fra rolig til barsk. Lyden afspilles gennem højttalere placeret under 12 siddesten: én ud for hver position i stencirklen. Værket er skiftevis hørbart og tavst. Varighederne mellem pauserne er uforudsigelig og skiftende. Solkreds begynder at spille hver dag ved solopgang og stopper ved solnedgang. Naturen og solsystemet er med til at skabe musiken. Computersystemet benytter data om solens position på himlen, månens fase, vindhastighed, vindretning, luftfugtighed, lufttryk og temperatur til at styre de musikalske processer.

Solkreds består af fire musikalske elementer: droner, klokker, vandstemmer og solsange. Dronerne består af 24 elektroniske stemmer, to i hver højttaler. Dronerne er skiftevis hørbare og tavse. De 24 stemmer har hver sit forløb, men forholder sig også til hinanden og danner skiftende harmonier. Der er 52 forskellige harmonier, som udvikler sig langsomt over tid uden gentagelser. Klokkerne optræder forholdsvis sjældent og kun når dronelydene er aktive. De danner et modstykke til de langstrakte drone-lyde. Klokkernes musikalske strukturer skabes med udgangspunkt i de harmonier, som dronelydene spiller på et givent tidspunkt. Vandstemmerne benytter en form for lydsyntese, hvor to forskellige lyde bliver ”krydset” med hinanden. Lydene består af anslåede toner krydset med forskellige optagelser af vand. Vandstemmerne aktiveres med skiftende tidsintervaller. De spiller sammen med dronerne og følger dronernes harmonier. Tidsintervallerne for dronerne, klokkerne og vandstemmerne bliver påvirket af vejrdata.

Hver dag ved middagstid tier dronerne og klokkerne, og der afspilles en Solsang. Det er en fast daglig koncert, som starter, når solen står højst på himlen beregnet ud fra Dodekalittens geografiske koordinater. Tidspunktet - kaldet astronomisk middag - varierer fra dag til dag, men ligger altid i tidsrummet mellem kl. 11.58 og 12.30 når det er vintertid og en time senere når det er sommertid. Der er 30 solsange - én til hver dag i månens cyklus. De solsange som ligger tæt på hinanden i månens cyklus har et nært musikalsk slægtskab, mens de solsange, som ligger langt fra hinanden er forskellige. Solsangene er gennemkomponerede og har en varighed af 3-5 minutter hver. De danner en kontrast til de andre elementer i Solkreds, som er styret af tilfældighed. Hver solsang består af 12 stemmer, som optræder solistisk. De 12 skulpturer i stencirklen kommer i dialog med hinanden med enkelte flerstemmige passager, hvor alle 12 synger samtidig.

 
 

DER ANFANG - WIE ALLES BEGANN

Im Jahre 2006 nahm Thomas Kadziola an LandArt Lolland Falster mit der Arbeit Anemarken auf einem Feld in der Nähe von Søllestedgaard teil. Das Werk bestand aus drei Stelen mit ausgehauten Köpfen. Die Skulpturen waren in einem Getreidekreis von 14 Metern Durchmesser platziert. Die beiden höchsten Skulpturen waren etwa 2,5 Meter. Die kleinste, die halbwegs lag, war etwa 1,6 Meter.

Im Zusammenhang mit dieser Ausstellung wurde Thomas Kadziola vom Komponisten Gunner Møller Pedersen kontaktiert: Ich frage mich, ob Thomas die besondere Energie bemerkt hat, die mitten in der Skulptur steckte? Ja, Thomas hatte sie bemerkt, ohne erklären zu können, wie sie entstanden war. Gunner hat jetzt eine Idee in Thomas gesät: Eine größere Skulptur mit mehreren höheren Stelen zu machen, die vielleicht eine entsprechend stärkere Energie erzeugen könnten. Thomas rechnete rückwarts und erreichte eine Skulptur mit zwölf Steinen von 6 Metern Höhe. Es würde Jahre dauern und einen Mitspieler erfordern. Wenn Gunner der Auffassung war, dass Thomas jahrelang an den Felsen arbeiten müsste, müsste Gunners sich mit der Musik beschäftigen. Thomas formulierte Gunners Aufgabe als ein Werk für 12 Kanäle, die gleich funktionieren würden, egal wie man sie verglich.
Die Idee von Dodekalitten war geboren, und die lange und sehr mühsame Realisierung des Projekts begann.

 
 

Fotografische Darstellung

 
 

Fotografin bibi Nissen dokumentiert die Entstehungsgeschichte

"Insgesamt schildere ich DODEKALITTEN in allen Prozessen vom Brechen der Steine bis zur Fertigstellung im Steinkreis und das DODEKALITTEN selbst in allen Situationen, die um ihn herum entstehen, und die Künstler Thomas Kadziola und Wayne Siegel.
Mein Ziel ist es, nicht nur zu dokumentieren, sondern auch so nahe zu gehen, dass Sie die Menschen dahinter und die Energie des Projekts spüren. Wenn Sie sich in DODEKALITTEN befinden, sind Sie als Besucher genau wie das Wetter und das Licht ein Teil des Erlebnisses, als wären sie Teil des Werks und der Erzählung. Ich sehe die Ganzheit um DODEKALITTEN als ein Werk, das es verdient und fast danach schreit, in Bildern erzählt zu werden.

Wenn ich fotografiere, kommen nicht nur Reflexionen über Rahmen und Winkel ins Spiel. Obwohl das Werk groß und monumental ist, ist es auch sehr intim. Jeder, der damit arbeitet, von den Künstlern bis hinzu den Kranleuten, ist persönlich engagiert. Dies schafft Bilder mit Intensität und Nähe. Dass alles rund um DODEKALITTEN unglaublich fotogen und ab und zu sehr dramatisch ist, ist ein zusätzliches Geschenk. Dass die Erzählung rund um DODEKALITTEN so vielfältig und erstaunlich ist und diesen Charakter hat, treibt mich als Fotograf voran. Es dreht sich nicht nur um Funktionalität und Prozess-Erzählung. Freude, Schmerz, Trauer, Wut, Frustration und alltägliche Banalitäten sprechen mit. Obwohl hier Weltgeschichte geschrieben wird, ist es auch eine Geschichte über Menschen."

 
 

FOTOS VON BIBI NISSEN
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Natur & Geschichte

Das gesamte Gebiet um Dodekalitten wurde 1968 und 1974 in zwei Runden landschaftlichen Schutz gestellt. Somit wird sich in der wunderschönen Landschaft rund um Dodekalitten nichts ändern. Das Gebiet ist nicht nur wunderschön, es ist voller Geschichte: 

 
 
 

Eines der am besten erhaltenen Hünengräber Dänemarks und ein eisenzeitlicher Pfad

Der Hügel Glentehøj liegt etwa 300 Meter westlich von Dodekalitten und ist um 3200 Jahre vor Christus erbaut.
Das Hünengrab ist 5 Meter hoch und 30 Meter breit. Der Hügel wurde 1842 ausgegraben, und Sie können ihn betreten.

Der Glentehøj-Weg, der von Kragenæs nach Glentehøj führt, führt am Dodekalitten vorbei.
Der Pfad, der in der Eisenzeit (von 500 vor Christus bis 500 nach Christus) entstanden sein soll, wurde in seiner ursprünglichen Spur zurückgelegt,
als die Stiftung Dodekalitten den Kataster übernahm, in dem sich das Hauptgebäude von Elevenhøjgaard befand.

Es gibt ausserdem drei erhaltene bronzezeitliche Hügel von den 11 Hügeln, die ursprünglich in der Nähe vom Hof gefunden wurden.

 

Ellehammers erster Flug

Ellehammer war der erste in Europa, der sich mit einem Flugzeug bis zu 50 cm vom Boden erhob.
Es geschah am 12. September 1906 auf der Insel Lindholm. Die Insel Lindholm ist südöstlich vom Dodekalitten aus zu sehen.

 
 
 


Kåre Johannesens Hommage an den Dodekalitten